KuGiS unterliegen Schlusslicht
Kuchen. Die Landesliga- Herren der KuGiS haben im Heimspiel gegen den Tabellenletzten TSV Weilheim eine schmerzhafte 26:31 (14:16)-Niederlage hinnehmen müssen. Während die Gäste ihre wohl letzte Chance im Abstiegskampf entschlossen nutzten, offenbarten die KuGiS über weite Strecken erhebliche Probleme – sowohl in der Defensive als auch im Angriff.
Die Partie begann aus Sicht der Gastgeber denkbar ungünstig. Weilheim erwischte den besseren Start und ging schnell mit 0:2 in Führung. Zwar konnte Jonas Lang früh verkürzen, doch die Gäste blieben zunächst tonangebend und hielten KuGiS auf Abstand. Schon in dieser frühen Phase zeigte sich ein zentrales Problem der Hausherren: In der Abwehr fehlte der Zugriff. Weilheim kam immer wieder zu vergleichsweise einfachen Toren, ohne auf großen Widerstand zu stoßen. Dennoch kämpften sich die KuGiS zurück in die Partie. Angeführt von Jonas Lang und Marvin Freichel verkürzten die Gastgeber Schritt für Schritt und stellten beim 9:9 erstmals den Ausgleich her. Wenig später gelang sogar die erste Führung: Luis Bausch traf zum 11:10, Felix Zasada legte zum 12:10 nach. Doch anstatt diese Phase zu nutzen, ließen die KuGiS wieder nach. Weilheim nutzte die sich bietenden Räume konsequent und drehte das Spiel noch vor der Pause erneut. Über 13:13 und 13:15 ging es schließlich mit einem 14:16-Rückstand für die Hausherren in die Kabine.
Die zweite Halbzeit begann dann mit der entscheidenden Phase des Spiels – und diese gehörte klar den Gästen. Während KuGiS im Angriff zunehmend ideenlos agierte und kaum noch Durchschlagskraft entwickelte, blieb Weilheim effizient. Innerhalb weniger Minuten bauten die Gäste ihren Vorsprung konsequent aus. Vom 14:16 zog Weilheim auf 14:18 und wenig später sogar auf 15:22 davon. Vor allem Jan Renneberg übernahm in dieser Phase Verantwortung und traf mehrfach, während die KuGiS in der Defensive weiterhin keinen Zugriff fanden. Die Gastgeber wirkten verunsichert, leisteten sich einfache Ballverluste und fanden kaum Lösungen gegen die kompakte Weilheimer Abwehr. Auch im gebundenen Spiel fehlte es an Tiefe und Konsequenz im Abschluss. Zwar stemmten sich die KuGiS in der Folge gegen die drohende Niederlage und verkürzte zwischenzeitlich noch einmal auf 23:29, doch eine echte Aufholjagd blieb aus. Zu stabil präsentierten sich die Gäste, die jeden Annäherungsversuch der Hausherren umgehend konterten. So lief die SG bis in die Schlussminuten einem Rückstand von fünf bis sieben Toren hinterher. Der Treffer zum 26:31-Endstand kurz vor Schluss änderte nichts mehr an der verdienten Niederlage.
Für den TSV Weilheim war es ein enorm wichtiger Erfolg im Abstiegskampf – ein Sieg, der durch Einsatz, Konsequenz und Effizienz absolut verdient war. KuGiS hingegen muss sich vor allem die fehlende Stabilität in der Abwehr sowie die mangelnde Durchschlagskraft im Angriff ankreiden lassen. Nach einer noch ausgeglichenen ersten Halbzeit verloren die KuGiS insbesondere zu Beginn der zweiten Hälfte komplett den Faden – eine Schwächephase, die letztlich spielentscheidend war.
KuGiS: Kautzmann, Bühler im Tor; Schäffner, Putz (1), Bausch (2), Grupp, Haas (1), Freichel (6), Scibik, Möbus, Lang (8), Becker (5/4), Dubrowitsch, Steck (1), Zasada (2)
Zeitstrafen: KuGiS 3 (Putz, Bausch, Freichel), TSV Weilheim 4
Siebenmeter: KuGiS 5/4, TSV Weilheim 2/2